Schamane Quelle WikipediavbMenschen mit besonderen Fähigkeiten sind schon immer begehrt gewesen. Dies trifft ganz besonders auf Heiler und Schamanen zu, denn lange bevor es Ärzte gab, waren sie es, die Kranke heilten. Doch sind sie wirklich so besonders? Brauchen wir sie auch heutzutage noch? Ist nicht jeder ein Heiler?

John Grinder hat in einem NLP-Versuch herausgefunden, dass Menschen, die einen Heiler und seine Heilmethode “nachmachen”, selbst auch heilen können und/oder diese Fähigkeit entwicklen.

In Spontanheilungen heilen Menschen sich selbst, sind also ihr eigener Heiler.

In einer Fernsehdokumentation über einen Heiler in Südamerika wurde gezeigt, dass er einfach die Rolle seiner verstorbenen Mutter übernahm, die eine große und bekannte Heilerin war. Zuvor zeigte er keine diesbezügliche Begabung. Jetzt ist er selbst ein bekannter Heiler und sogar Ärzte konsoltieren ihn oder verweisen Patienten an ihn weiter.

Seth sagt, dass es immer wir selbst sind, die uns heilen und dass wir ohne es zu bemerken uns sehr viel öfters von “ernsthaften” Erkrankungen heilen, als wir annehmen. Nur solange wir glauben, dass wir einen Arzt oder Heiler brauchen, brauchen wir ihn auch um gesund zu werden.

In vielen Fällen (nicht in allen) wirken Placebos genauso wie “richtige” Medikamente. Es gibt sogar “Placebo-Operationen” bei denen an Menschen nur scheinbar ein operativer Eingriff vorgenommen wurde. Sie zeigten später den gleichen Heilverlauf, wie diejenigen, an denen die Operation tatsächlich durchgeführt worden war. Bei Menschen, die nicht gut auf Placebos ansprechen, wirken auch “richtige” Medikamente weniger gut.

Viele Heiler arbeiten mit falschem Blut, z. B. dem von Hühnern. Sie tun es weniger um zu schummeln, sondern weil sie wissen, dass Blut auf das Unterbewusstsein des Kranken wirkt und die Heilung begünstigt. In gewissem Sinne könnte man hier auch von einer Schein-Operation sprechen. Je besser die Inszenierung, desto besser die Heilchance in Abhängigkeit mit der Suggestionsfähigkeit des Erkrankten.

Selbst Ärzte reden davon, dass sie im Prinzip nur die natürlichen Heilkräfte des Menschen anzusprechen versuchen.

Was ist also dran an einem Heiler oder einem Schamanen? Sind sie nicht Relikte einer vergangenen Zeit? Sollten wir nicht besser das Fischen lernen, als zum Fischer zu gehen, also lernen, dass wir selbst es sind, die uns heilen?


Anmerkungen:
John Grinder hat zusammen mit Richard Bandler das NLP gegründet. NLP = Neurolinguistisches Programmieren, eine sogenannte Kurzzeittherapieform. Grinder: “Die Kunst des Heilens und der Veränderung. NLP- Anwendungen in Medizin, Kunst und Kreativität” Jungfermann VLG
Laut Heilendem Bewusstsein finden Spontanheilungen nur in einem von ca. 60 – 100 000 fällen statt.
Seth ist ein Energiepersönlichkeitskern, der über 20jahre lang von Jane Roberts gechannelt wurde.

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RSS Trackback URL VB | 22. März 2007 (20:37)

Allgemein, Heilung | 101 views

9 Kommentare

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  1. 1

    Hi Volker!

    Meiner Meinung nach sind Schamanen und sonstige Heiler keine Relikte längst vergangener Zeiten.
    Wir können alle erlernen, ähnlich wie Schamanen tätig zu sein, um uns an ersten Stelle zunächst selbst zu heilen, durch erlangen von Wissen aus der Nichtalltäglichen Wirklichkeit. Aber niemals werden wir uns selbst als Schamanen bezeichnen können, denn dazu leben wir in unserer jetzigen Kultur … weitab der Lebensweise der wirklichen Schamanen. Wir können lernen schamanisch tätig zu sein und über die Erlebnisse in der Nichtalltäglichen Wirklichkeit staunen, diese auf uns wirken lassen und zur Heilung zu gelangen.
    Größeren Kreisen schamanisch Tätiger ist es möglich, fast wie den Schamanen selbst, auch heilend auf unsere Umgebung, unsere Mitmenschen und unsere Natur einzuwirken. Als Einzelperson treten allerdings nur kleine Erfolge, in Bezug auf Alles-was-ist ein.
    Aber trotz allem würde sich von den schamanisch Tätigen keiner als Schamane bezeichnen, denn von deren Kultur und Lebensweise trennen uns Welten!!!

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. 2

    Hallo Nicole.

    mit “Relikte” meinte ich eben genau, dass wenn jeder Mensch sein eigener Heiler und Schamane ist, wir gar keine Heiler und Schamanen mehr benötigen würden.
    Ich glaube nicht, dass man/frau nur im Dschungel (oder wo auch immer) Schamane/Heiler sein kann. Im Gegenteil. Beispiel Serge Kahili King. Der arbeitet sogar mit seinem Computer “schamanisch”. ;) Insofern sehe ich hier eher wenig kulturelle Grenzen. Huna: Es gibt keine Grenzen.

    Beste Grüße
    Volker

  3. 3

    Hallo Volker,

    selbstverständlich bin auch der Meinung, jeder ist sein eigener Heiler. Wenn Heilung geschieht, dann nur durch uns selbst. Niemand kann die Heilerrolle für uns übernehmen, denn alles was wir nicht selbst erreicht haben, kann uns ebenso wieder genommen werden.

    Allerdings sind uns doch sehr technisch-materiell orientierten Menschen oft die Hände gebunden … soll heißen, wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ein Schamane sieht, fühlt und erlebt in der Nichtalltäglichen Wirklichkeit, was uns sehr häufig verborgen bleibt.
    Was ist z. B. mit verlorenen Seelenanteilen? Wie sollen wir uns heilen, wenn diese verlorenen Anteile unauffindbar für uns sind? Eben diese Anteile, die von uns gegangen sind durch ein traumatischer Erlebnis, schreien regelrecht nach Heilung.
    Wenn Du jemals in der Nichtalltäglichen Wirklichkeit die Insel der verlorenen Kinderseelen besucht hast, weißt Du wovon ich hier schreibe.
    Schamanen sind in der Lage diese Seelenanteile wiederzufinden und zu uns zurückzubringen. Dann liegt es an uns, wie wir diese Anteile annehmen, in unser Leben integrieren … was allerdings keine leichte Aufgabe darstellt. Schamanen unterstützen uns aber während diesem schwierigen Weg. Keinesfalls heilen sie uns dadurch, indem sie die verlorenen Anteile zurückholen. Diese Aufgabe müssen wir selbst bewältigen und uns somit selbst heilen.

    Du bringst das Beispiel Serge Kahili King´s an. Du solltest nachdenken, wie er aufgewachsen ist, wie ihn seine Kultur geprägt hat. Für ihn stellt es ein leichtes dar, die Nichtalltägliche mit der Alltäglichen Wirklichkeit zu vereinen.

    Liebe Grüße
    Nicole

  4. 4

    Hallo Nicole,

    ich behaupte ja gar nicht, dass es einfach ist (… “Hände gebunden” – oder besser “handlungsunfähig sein”). Ich meine hier müssen wir sehr genau hinschauen: Solange wir uns nicht sicher sind, ist ein Arztbesuch oder Heiler/Schamane vermutlich eine akzeptable und sinnvolle Lösung. Der Hintergrund von S.K.King ist bestimmt nicht der typische Hintergrund einen westlich erzogenen Menschen, aber mir ging es in meinem Artikel auch eher um das Potential und nicht um einen real bereits exisitierenden Zustand. Es ist klar, dass wir (ich zumindest – für jemand anders kann ich im Prinzip ja nicht sprechen) hier noch recht weit von einem “Idealzustand” entfernt sind.
    Liebe Grüße
    Volker

  5. 5

    Hi Volker,

    wahrscheinlich könnten wir diese Diskussion endlos vorführen, aber das eigentliche Problem ist: Schamanismus lässt sich nicht beschreiben!!! Es gibt keine endgültige Definition für Schamanismus … allerdings besteht unsere Gesellschaft darauf, alles in Worte zu fassen, um sich ein Bild machen zu können.
    Schamanismus kann nicht erklärt werden … Schamanismus muss erfahren werden!!!
    Und selbst das eigene Erleben der Nichtalltäglichen Wirklichkeit, trennt uns weiterhin meilenweit vom “richtigen” Schamanen. Wie gesagt … wir können “nur” schamanisch tätig sein, aber nie selbst zum Schamanen werden. Einer der Gründe stellt hier unser, mehr oder weniger, fehlender Bezug zu den Elementen dar. Ein Schamane, sowie S. K. King als Kind, sind tagtäglicher Eins mit unserer Natur … einfach mit Alles-was-ist. Das ist uns, in unseren Wohnungen, unseren Berufen, einfach in unserem Alltag nur eingeschränkt möglich. Demnach könnten wir uns auch als “eingeschränkte Schamanen” bezeichnen.

    Genau hinschauen reicht oft nicht aus. Oft wissen wir sehr wohl um die Misstände und deren Gründe in unserer Realität. Doch die Umsetzung des Ganzen … das ist das Problem.

    Das vielleicht beste Beispiel ist Jane Roberts. Sie ging zugrunde an ihrer Erkrankung, besser gesagt: an ihren Glaubenssätzen, die zur Krankheit führten. Sie konnte ein Umdenken, eine Umsetzung der Ratschläge Seth´s nicht bewerkstelligen.

    Liebe Grüße
    Nicole

  6. 6

    Hallo Nicole,

    “eingeschränkter Schamane” ist eine witzig-kreative Wortkonstruktion, die es ganz gut trifft. Vielleicht geht es aber gar nicht darum ein “richtiger” Schamane zu werden?! :)

    Wer weiß schon, was aus Jane Roberts geworden wäre ohne Seth. In einer anderen Wahrscheinlichkeit (New York Beach Experience) ist sie eine eher verbitterte Frau geworden. Mag sein, dass sie in einer Wahrscheinlichkeit noch mit Rob in Elmira lebt und gerade eine Zigarette raucht. Wer weiß.

    Liebe Grüße
    Volker

  7. 7

    Guten Morgen Volker,

    also ich bin eigentlich sehr froh und dankbar darüber, dass Deine sog. “Relikte” ;-) noch in unserer heutigen Zeit existieren. Sonst könnten wir nicht das wundervolle Wissen von Ihnen erlernen und in die Tat umsetzen. Gäbe es keine Schamanen mehr, wäre auch diese uralte Wahrheit verlorengegangen. Aber glücklicherweise ist dem nicht so!!!

    Liebe Grüße
    Nicole

  8. 8

    Hallo!

    Ich möchte ja jetzt nicht nerven, aber hier ist besonders schön erklärt, warum Schamanen auch in unserer heutigen Zeit noch sehr wichtig sind:

    http://www.hunaseite.info/hunaseite/schaman/schaman2.html

    Liebe Grüße
    Nicole

  9. 9

    Hallo Nicole,

    du nervst bestimmt nicht. Danke für den Link.

    Liebe Grüße
    Volker

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