vbVor ein paar Tagen kam im TV die Sendung “Unglaublich aber wahr” (auf Clipfisch kann man sich noch ein paar Beiträge ansehen) unter anderem mit einem Showhynotiseur. Ich persönlich fand ihn wenig glaubhaft und die “Freiwilligen” aus dem Publikum wirkten auf mich unecht und gestellt.
Jedenfalls suggerierte der Hypnotiseur den Probanten, dass sie sich nicht mehr daran erinnern können, wie sie heißen, dass sie also ihren eigenen Namen vergessen hätten. Die Hypnose funktionierte offenbar, denn auf die Frage nach ihrem Namen, fiel ihnen dieser nicht mehr ein.

Gelegentlich habe ich, wie viele andere Menschen, ein Problem damit, dass ich mich an Namen von Personen nicht erinnern kann, selbst dann nicht, wenn ich mir das passende Gesicht dazu ganz problemlos ins Gedächtnis rufen kann. Gestern war wieder so eine Situation, in der mir der Name einer entfernt bekannten Person einfach nicht einfiel, obwohl ich genau wusste, dass ich den Namen “weiß”. Meine Technik ist dann in der Regel solange dran zu bleiben, bis mir der Name einfällt, was auch mal Stunden dauern kann. Häufig ist es so, dass er mir dann irgendwann einfällt. Gestern allerdings nicht.
Ich erinnerte mich an die Showhypnose zurück und überlegte, ob ich allgemein nicht in irgendeiner Art von Selbsthypnose stecken könnte, wenn ich mich bestimmte Namen nicht erinnern kann. Die Lösung wäre dann, diese Hypnose wieder aufzuheben. Und genau das versuchte ich: Ich stellte mir innerlich vor, ich wäre meine eigener Hypnotiseur, schnippte mit dem Finger und löse die Hypnose auf, indem ich zu mir sagte: “Jetzt kannst du dich wieder erinnern”.
Das tat ich dreimal, was wenige Minuten dauerte, und mir fiel der Name ganz einfach wieder ein – ich konnte mich wieder daran erinnern. Problemlos.
Wenn man so will, ist dies ein Beweis dafür, dass Gedächtnis und Erinnerung sehr leicht manipuliert und mit Hilfe von Hypnose beeinflusst werden können. Liegt also ein schlechtes Gedächntis an schlechten Suggestionen? Gutes Gedächtnis an guten Suggestionen? Ich vemute ja, sogar weit mehr als man das vielleicht glaubt. Und Glauben kann hier auch eine Suggestion sein, denn um ein gutes Gedächtnis zu haben, kann der Glaube daran von zentraler Bedeutung sein – sozusagen die Schlüsselhypnose darstellen.

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RSS Trackback URL VB | 25. September 2007 (06:24)

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1 Kommentar

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  1. 1

    ja – das ist auf jeden Fall so.
    Wenn man sich an etwas nicht erinnern kann, dann deswegen, weil man sich nicht daran erinnern will, und zwar meistens deswegen weil damit unbewusste Erinnerungen an etwas negatives verbindet. Da liegen also die eigentlichen Suggestionen, dass man mit etwas bestimmtem nichts mehr zu tun haben wollte. Da die Verknüpfungen im Gehirn allerdings nicht auf Logik basieren ist es auch oft nicht direkt logisch nachvollziehbar, warum bestimmte Dinge miteinander verknüpft sind.

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